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Kurzes Auftauchen
aus der Versenkung. Ich komme gerade zu nicht viel, außer arbeiten. Deshalb ist es hier ruhiger und wird auch noch in den nächsten Tagen so bleiben. Ab Mittwoch bin ich dann für eine Woche weg und werde dann wohl auch nicht oder nur selten ins Internet können. Die letzten Tage reichte meine Zeit gerade für ein paar kurze Streifzüge durch die Blogs. Neidisch blicke ich dieser Tage nach Amiland, wo das große Maryland Sheep and Wool-Festival auch in den Blogs große Wellen schlägt, sei es aus Vorfreude, sei es aus Frust, nicht hinzukönnen. Wie gerne wäre ich auch dabei!
Stricktechnisch geht es hier momentan ebenfalls nur langsam voran, da viele Abende verplant sind. Den zweiten Finn habe ich immerhin schon angeschlagen, dieses mal als RVO. Ein Foto lohnt noch nicht, man sieht nicht mehr als einen blaugrauen faltigen Wurm auf den Nadeln. Auch das Wollfeengeschenk wächst langsam, aber immerhin stetig. Brier ruht ganz.
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Balkonstrick
Halb arbeiten, halb strickenderweise in der Sonne liegend, so sah mein erfülltes Wochenende aus und so der Platz gleich neben meiner Lieblingsliege:
das graue soll Brier werden, das bunte mein erster Toe-up-Versuch mit short-row-Spitze. Meine neuen Bambusnadeln haben tatsächlich mein Ringen mit den doppelten Maschenwickeln überstanden. Es hat ein paar Reihen gedauert, bis ich ein für mich annehmbares Zusammenstricken gefunden habe, uff!
Gestern nach der Arbeit hab' ich mich noch ein bisschen festgesurft bei meiner spätabendlichen Blogtour. Vor allem fand ich es witzig zu verfolgen, wie enthusiasmiert die US-Mädels etwa hier oder da
auf Stephanie Mc Phees Lesetour reagieren und dann auf der anderen Seite ihre persönlichen Einträge bei Yarn Harlot
zu lesen. So einen Leseabend mit lauter strickenden, Wein trinkenden Frauen würde ich mir ganz sicher auch nicht entgehen lassen....
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Socks
Wenn nichts geht, gehen Socken immer, vorausgesetzt, frau besitzt intakte Nadeln. Ich habe gestern eine überraschende Erfahrung machen müssen. Ich mag keine Socken mehr mit Metallnadeln stricken! Seit Jahr und Tag klapper ich nun schon mit diesen Dingern und nach zwei kurzen Abstechern zu Eben- und Rosenholz funzt es nicht mehr. Nach dieser Erkenntnis bin ich gestern tatsächlich noch mal in die Stadt getigert und habe mir Bambusnadeln besorgt. So zufrieden gestellt, habe ich gestern Abend ganz glücklich noch meinen Socken verheiratet. Und es sind tatsächlich zum allerstenmale eineiige Zwillinge von den Nadeln gehüpft. Ich finde auch das Muster wunderschön. Mehr dazu hier.
Und dann hatte ich ja noch was reifen lassen....
Aber von vorne.
Spätestens nach Beates überzeugendem Einwurf mit den zu engen Schultern war klar, das Finn Geschichte wird. Aufziehen wollt' ich ihn nicht, weil er (mal abgesehen davon, dass er nicht passt) wunderschön geworden ist, wenn ich das mal so sagen darf. Also habe ich mich hingesetzt und krampfhaft überlegt, wer in unserem Freundes- und Familienkreis relativ klein, stämmig, aber "obenrum" nicht so breit gewachsen ist und sich über so ein gutes Stück auch freuen würde. Und mir ist und ist niemand eingefallen.
Und dann kam, Stunden später, die Erleuchtung. Ich habe mir Finn geschnappt, ihn übergestülpt und festgestellt, dass er MIR bis auf die Weite eigentlich ganz gut passen würde. OK, weniger als perfekt sitzendes Chaneljäckchen, sondern eher als Kuscheljacke, aber warum nicht? Und da ich mich noch an den absolut phänomenalen Schrumpfprozess des RVO erinnert habe, habe ich die Jacke kurzerhand noch einmal durchs Wasser gezogen, anschließend gestaucht statt geblockt getrocknet et voilà:
Ich werde damit sicherlich nicht den Strick-Oskar für gute Passform gewinnen, aber bin ganz zufrieden damit. Da ich momentan Strohwitwe bin, gibt's leider kein besseres Foto. Aber ich hab' mich echt bemüht. Mehr dazu hier
Und noch eine kleine Geschichte, die mir eingefallen ist, als ich Angelas Eintrag las. Vor zwei Wochen war ich beim Aldi einkaufen und da stand an der Kasse vor mir ein altes Ehepaar, der Sprache nach aus dem Osten, Rumänien, Polen oder so. Der alte Mann hatte einen selbstgestrickten Pullover an mit einem ganz entzückenden Muster. Ich muss ihn wohl ziemlich lange gebannt angestarrt haben, zumindest nach dem irritierten bis verärgerten Blick, mit dem mich seine Frau bedachte, als ich so langsam wieder aus meiner Versenkung auftauchte....
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Ts, ts, ts
irgendwie sind mir die Strickgeister zur Zeit nicht wohl gesonnen. Erst das Desaster mit Finn, dann flüchte ich mich ans Sockenstrickzeug und es passiert dies:
Damit ist das Kapitel Holznadeln endgültig abgehakt. Die Ebenholzenen hatte ich vor kurzem ja bereits in Rekordzeit klein gekriegt. Nun hat's die Rosenholznadel erwischt. Und da vom Fünferspiel bereits vor ein paar Wochen beim Zugfahren eine verloren ging, war's das nun auch.
Trotz allem bin ich äußerst gut gelaunt. Warum? Wie man vielleicht an meinem häufigen Erscheinen hier ablesen kann, habe ich mir heute frei genommen. Und wie man am blau-weißen Hintergrund des Bildes ablesen kann, ist die Liege heute im Einsatz. Das bedeutet: Ich liege faul in der Sonne, stricke ein bisschen vor mich hin, lese ein bisschen in Zimmermanns Knitting Almanach und lasse es mir einfach gut gehen.
Und dann ist mir vielleicht noch was eingefallen für Finn, aber pst, das muss erst noch - na, sagen wir - reifen!
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Frage zu Gesta
Vor kurzem hat mich eine Mail erreicht, in der nach der Umrandung von Gesta gefragt wurde. Leider ist die Mail irgendwie verschwunden, bevor ich sie beantworten konnte und ich erinnere mich auch nur noch dunkel an den Inhalt. Also, ich werde mal versuchen, zu antworten, in der Hoffnung das diejenige hier mitliest.
Also ich habe die Hals- und Armausschnitte von Gesta mit einer Reihe fester Maschen und einer Reihe fester Maschen "rückwärts" umhäkelt. Nennt man glaube ich Kettmaschen, oder? (Hüstel, meine Häkelkenntnisse sind nur rudmentär und beschränken sich auf das, was man fürs Stricken braucht).
Diesen Abschluss mache ich gelegentlich bei Sachen, die etwas "rustikaler" daherkommen. Gesta gehört ja eigentlich nicht direkt in diese Kategorie, aber durch das Tweed-Garn, das ich verwendet habe, dann doch wieder. Diese Kante hält aber nur gut, wenn man Rippen oder Kraus rechte Maschen hat. Bei glatt rechts Gestricktem rollt sich in der Regel der Rand nach außen.
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